Qualität in Fertiggerichten
Warum eine Konserve ohne Konservierungsstoffe auskommt
Die Haltbarkeit einer Konserve kommt aus dem Verfahren, nicht aus einem Zusatzstoff. Das Glas oder die Dose wird gefüllt, verschlossen und anschließend im Autoklaven auf über 100 Grad erhitzt. Danach ist der Inhalt keimfrei und bleibt es, solange die Verpackung dicht ist. Genau deshalb steht auf vielen Gläsern und Dosen keine einzige Konservierungsstoff-Nummer – es braucht keine.
Der Preis dafür ist die Hitze: Sie kostet Farbe, Biss und hitzeempfindliche Vitamine. Was daraus folgt, ist eine ehrliche Arbeitsteilung – frisches Gemüse für den Salat, die Konserve für den Eintopf, der ohnehin kocht.
Was hier steht
- Eintöpfe, Suppen und schnelle Gerichte im Glas, fertig zum Erwärmen
- Bratlinge und Falafel, teils als Trockenmischung zum Anrühren, teils fertig
- Fleischalternativen auf Soja-, Weizen- oder Lupinenbasis
- Eingelegtes Obst und Gemüse, von sauer eingelegt bis süß eingekocht
- Fermentiertes, etwa mildes Kimchi, und schwarzer Knoblauch, geschält
- Getrocknete Pilze, die mit heißem Wasser in einer Viertelstunde wieder da sind
- Fisch- und Fleischkonserven für die Vorratshaltung
Bisphenol A: die Innenbeschichtung ist geregelt
Dosen tragen innen eine Beschichtung, damit der Inhalt das Metall nicht angreift. Lange enthielt diese Schicht häufig Bisphenol A. Seit Ende 2024 ist Bisphenol A in Lebensmittelkontaktmaterialien in der EU verboten, mit Übergangsfristen für einzelne Anwendungen. Hersteller, die schon vorher umgestellt hatten, schreiben es oft auf die Dose – ein Hinweis, der jetzt zur Selbstverständlichkeit wird.
Warum eine pflanzliche Alternative nicht „Käse" heißen darf
Bei den Fleischalternativen fällt die Sprache auf: Da stehen Würstchen, Aufschnitt und Bratwurst, aber nie Milch oder Käse. Das ist kein Zufall. Der Europäische Gerichtshof hat 2017 entschieden, dass Milchbezeichnungen rein pflanzlichen Erzeugnissen verwehrt sind – deshalb heißt es Drink und Alternative. Für Fleischbegriffe gibt es keine entsprechende EU-weite Sperre, weshalb die vegane Wurst weiterhin Wurst heißen darf.
Vorrat anlegen, ohne ihn zu vergessen
Neu gekauftes nach hinten, Älteres nach vorn – der einfachste Trick gegen abgelaufene Vorräte. Gläser und Dosen mögen es kühl, trocken und dunkel; Temperaturschwankungen sind ihr Feind. Angebrochene Dosen werden umgefüllt statt im Blech aufbewahrt. Und eine gewölbte Dose kommt in den Müll, nicht auf den Teller – die Wölbung entsteht durch Gasbildung im Inneren.
Unsere Auswahl
Wir führen hier ausschließlich Bio-Ware, ohne Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe, viel davon in Gläsern statt in Dosen. Bei jedem Artikel steht, was drin ist und wie es zubereitet wird. Wenn dir ein Klassiker fehlt, sag uns Bescheid – der Vorratsschrank ist bei jedem ein anderer.