The Vegan Cow: Riegel ohne Kuh, aber mit Reis
The Vegan Cow ist eine Hamburger Marke für rein pflanzliche Lebensmittel, die vom Proteinpulver über Fertiggerichte bis zu Aufstrichen und Desserts reicht. Bei greenist stehen davon zwei Bio-Schokoriegel zu je 40 Gramm: Erdnuss Salted Caramel und Brownie. Beide kommen ohne Milchzutaten aus – die Kuvertüre des Brownie-Riegels arbeitet mit Reisdrink-Pulver.
Was auf einer veganen Schokolade stehen darf – und was nicht
Ein Markenname mit einer Kuh darin, auf einem Produkt ganz ohne Kuh: Das ist kein Versehen, sondern ein Witz mit rechtlichem Hintergrund. Wie pflanzliche Lebensmittel heissen dürfen, ist in Europa erstaunlich genau geregelt – und an einem Schokoriegel lässt sich das gut zeigen.
Die Marke
Hinter The Vegan Cow steht ein Unternehmen aus Hamburg. Das Sortiment ist breiter, als der Schokoriegel vermuten lässt: Es reicht von Proteinpulvern über Fertiggerichte und Aufstriche bis zu Alternativen für Käse und Joghurt. Das Haus arbeitet in Bio-Qualität nach der EG-Öko-Verordnung und lässt seine Produkte als vegan zertifizieren.
Was bei uns steht
- Bio Schokoriegel Erdnuss Salted Caramel, 40 g – mit 28 Prozent Erdnüssen, 20 Prozent Zartbitterschokolade (mindestens 54 Prozent Kakao), Maissirup, Tapiokamehl und Meersalz
- Bio Schokoriegel Brownie, 40 g – mit 20 Prozent veganer Kuvertüre aus Rohrohrzucker, Kakaobutter und Reisdrink-Pulver
Das ist ein Ausschnitt. Die genauen Angaben stehen bei jedem Artikel.
Warum im Brownie-Riegel Reis steckt
Milchschokolade ist ein geschützter Begriff: Wer sie so nennt, muss Milchbestandteile verwenden. Eine helle, cremige Kuvertüre ohne Milch braucht deshalb einen anderen Träger für die Milchigkeit – hier ist es Reisdrink-Pulver. Es bringt Süsse und eine weiche Textur mit, schmeckt aber anders als Milchpulver: etwas getreidiger, weniger karamellig. Wer den Unterschied sucht, findet ihn im Nachgeschmack.
Zartbitterschokolade dagegen braucht gar keine Milch – sie ist von Haus aus pflanzlich. Beim Erdnuss-Riegel ist deshalb kein Ersatz nötig.
„Vegan“ ist keine geprüfte Kennzahl
Anders als „bio“ oder „glutenfrei“ ist „vegan“ europaweit nicht rechtlich definiert. Eine EU-weite Regelung ist zwar vorgesehen, erlassen wurde sie bis heute nicht. In Deutschland arbeitet man mit der Definition der Verbraucherschutzministerkonferenz, und die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission hat 2018 Leitsätze für vegane und vegetarische Lebensmittel veröffentlicht, die Herstellern, Behörden und Gerichten als Orientierung dienen.
Praktisch heisst das: Ein privates Zeichen wie das V-Label sagt mehr aus als das blosse Wort auf der Packung, weil dahinter ein geprüfter Kriterienkatalog steht.
Spuren sind kein Widerspruch
Auf dem Erdnuss-Riegel steht, dass er Spuren von Milch enthalten kann. Das irritiert manchen – ist aber kein Widerspruch zur Kennzeichnung. Die Angabe „vegan“ bezieht sich auf die verwendeten Zutaten. Der Spurenhinweis beschreibt dagegen, was in einer Produktionsanlage unbeabsichtigt übergehen kann, in der auch andere Rezepturen laufen. Wer auf Milcheiweiss empfindlich reagiert, liest deshalb beide Angaben, nicht nur eine.
Der Streit um die Kuh
2017 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass rein pflanzliche Erzeugnisse nicht als Milch, Butter oder Käse verkauft werden dürfen – auch nicht mit erklärendem Zusatz. Deshalb heissen pflanzliche Getränke „Drink“ und nicht „Milch“.
Der Markenname ist davon nicht betroffen: Er ist ein Name, keine Verkehrsbezeichnung. Eine Marke darf also eine Kuh im Namen führen, solange auf der Packung sauber steht, was tatsächlich drin ist.
Aufbewahren
Schokolade mag es kühl, aber nicht kalt. Im Kühlschrank schlägt sie Wasser nieder, und der Zucker wandert an die Oberfläche – der graue Schleier, den man Zuckerreif nennt. Fünfzehn bis achtzehn Grad, trocken und dunkel: Damit hält ein Riegel seine Struktur bis zum Ende der Haltbarkeit.
Unsere Auswahl
Von dieser Marke führen wir im Moment zwei Riegel. Das Haus hat erheblich mehr im Programm, und wenn dir etwas Bestimmtes fehlt, sag uns Bescheid – solche Hinweise gehen bei uns direkt in den Einkauf.